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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Prognostizierter Blindflug (Teil 2) »

    Die Anbieter missachten die gesetzliche Intention

    27.09.2016 ▪ Vor zehn Jahren wäre ein Anbieter vom Vertrieb und der Fachpresse gesteinigt worden, wenn er einen Verkaufsprospekt ohne nachvollziehbare Prognoserechnung veröffentlicht hätte. Heute ist das leider gängige Praxis. Die Ausreden sind mannigfaltig. Dabei schreibt der Gesetzgeber als Inhalt für die Basisinformationsblätter Angaben zu den Ertragsaussichten mit Szenarioanalysen vor.

  • Prognostizierter Blindflug (Teil 1) »

    Der Gesetzgeber schreibt nachvollziehbare Ertragsprognosen vor

    27.09.2016 ▪ Manche Anbieter bezeichnen die Beipackzettel für strukturierte Kapitalanlagen mit Ertragsrisiken als lästige Pflicht. Für Verbraucher sind sie hingegen ein gutes Mittel, um sich auf maximal drei Seiten über die Kosten, Risiken und Ertragsaussichten einer Kapitalanlage zu informieren und verschiedene Angebote besser vergleichen zu können. Auch wenn derzeit auf europäischer Ebene mit der PRIIPs-Verordnung (packaged retail and insurance-based investment products) neue inhaltliche Vorgaben an diese Basisinformationsblätter formuliert werden sollen, ist bereits der aktuelle Stand ein Fortschritt in Sachen Anlegerschutz. Wie viel Fortschritt es im Einzelfall bedeutet, hängt allerdings davon ab, wie viel Mühe sich ein Anbieter in der individuellen Formulierung gibt. Von Juristen formulierte Standardfloskeln helfen am Ende nicht wirklich weiter.

  • Bettervest ist besonders intransparent »

    Verbindliche Vorzeichnung für unklares Investment

    13.09.2016 ▪ Crowdinvestments sind in! Kritik wird deshalb nicht gerne gehört. Und gerade deshalb ist sie wichtig. So wie der Fall Bettervest einmal mehr bestätigt. Gesucht wird das Kapital für ein „Energiewende-Nachrangdarlehen“ in Höhe von 400.000 Euro. Allerdings steht noch nicht fest, wer das Geld erhalten soll. Es bekommt der Gewinner des „Solar for All Wettbewerbs“, initiiert durch die Canopus Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme. Gesucht wird die innovativste Idee zur dezentralen Stromversorgung ländlicher Gebiete in Schwellen- und Entwicklungsländern. Das mag ja eine sinnvolle Initiative sein. Aber mit einer Kapitalanlage, bei der Investoren ein Zinssatz von 5 Prozent über eine Laufzeit von 8 Jahren angeboten wird, hat das wenig gemein.

  • Insolvenz der V&F Treuhand »

    Anlegern wurde Rückabwicklung angeboten

    10.08.2016 ▪ Seit 1978 bestand die V&F Vermögens- und Finanzierungs-Treuhand AG. In den letzten zehn Jahren wurden über 100 Millionen Euro eingesammelt. Mezzaninekapital für Bauträger und Projektentwickler war die Spezialität des Rosenheimer Unternehmens. Im Herbst 2014 wurde die Immobilien Invest-Zins-Anlage emittiert. 8,5 Prozent Grundverzinsung plus 3,5 Prozent variable Zusatzverzinsung wurden von der V&F Fonds Haus München Verwaltungs GmbH & Co. KG ab 10.000 Euro Anlagebetrag in Aussicht gestellt. Rechtlich handelte es sich um ein Nachrangdarlehen. Deshalb dürften die Investoren schon um ihr Geld gezittert haben, nachdem die beiden Eheleute Rommel überraschend verstorben sind. Sie hinterließen die V&F-Firmen führungslos, so dass ein Notvorstand bestellt werden musste. Schon nach kurzer Zeit stellte der dann Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit für die V&F Treuhand (601 IN 164/16).

  • LightFin-Investment ist insolvent »

    Baudetail AG wird trotzdem als „erfolgreich“ bezeichnet

    05.08.2016 ▪ Über eine halbe Million Euro wurde 2014 von der Plattform LightFin für das innovative Softwarehaus Baudetail AG eingesammelt. Eineinhalb Jahre später ist das Geld vermutlich verloren. Zumindest Fragen nach dem Verbleib des Geldes wurden weder von der neu gegründeten Baudetail GmbH noch von der Plattform LightFin beantwortet. Ebenso unbeantwortet blieben Fragen nach der nächsten Finanzierungsrunde „Baudetail AG II“, bei der ein Finanzierungslimit von 1,7 Millionen Euro festgeschrieben wurde. Für die Crowdfinancing Plattform LightFin ist das keine Werbung, zumal auf der Plattform das Investment immer noch als erfolgreiches Projekt geführt wird.

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