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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Insolvenz der V&F Treuhand »

    Anlegern wurde Rückabwicklung angeboten

    10.08.2016 ▪ Seit 1978 bestand die V&F Vermögens- und Finanzierungs-Treuhand AG. In den letzten zehn Jahren wurden über 100 Millionen Euro eingesammelt. Mezzaninekapital für Bauträger und Projektentwickler war die Spezialität des Rosenheimer Unternehmens. Im Herbst 2014 wurde die Immobilien Invest-Zins-Anlage emittiert. 8,5 Prozent Grundverzinsung plus 3,5 Prozent variable Zusatzverzinsung wurden von der V&F Fonds Haus München Verwaltungs GmbH & Co. KG ab 10.000 Euro Anlagebetrag in Aussicht gestellt. Rechtlich handelte es sich um ein Nachrangdarlehen. Deshalb dürften die Investoren schon um ihr Geld gezittert haben, nachdem die beiden Eheleute Rommel überraschend verstorben sind. Sie hinterließen die V&F-Firmen führungslos, so dass ein Notvorstand bestellt werden musste. Schon nach kurzer Zeit stellte der dann Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit für die V&F Treuhand (601 IN 164/16).

  • LightFin-Investment ist insolvent »

    Baudetail AG wird trotzdem als „erfolgreich“ bezeichnet

    05.08.2016 ▪ Über eine halbe Million Euro wurde 2014 von der Plattform LightFin für das innovative Softwarehaus Baudetail AG eingesammelt. Eineinhalb Jahre später ist das Geld vermutlich verloren. Zumindest Fragen nach dem Verbleib des Geldes wurden weder von der neu gegründeten Baudetail GmbH noch von der Plattform LightFin beantwortet. Ebenso unbeantwortet blieben Fragen nach der nächsten Finanzierungsrunde „Baudetail AG II“, bei der ein Finanzierungslimit von 1,7 Millionen Euro festgeschrieben wurde. Für die Crowdfinancing Plattform LightFin ist das keine Werbung, zumal auf der Plattform das Investment immer noch als erfolgreiches Projekt geführt wird.

  • Bestätigungsvermerke nur mit Einschränkungen »

    Wichtige Informationen werden von P&R nicht geliefert

    22.07.2016 ▪ Der Markt für Seefrachtcontainer steckt tief in der Krise. Neubaupreise und Mieten liegen auf historisch niedrigem Niveau. Für Investoren häufen sich Hiobsbotschaften. Unter diesem schwierigem Marktumfeld müsste eigentlich auch der deutsche Marktführer für Container-Direktinvestments leiden. Eine Presseanfrage hat die P&R aus Grünwald bei München nicht beantwortet. Zuerst erbat sich der Pressesprecher Dr. Hajo Maier aufgrund des überraschenden Todes von Werner Feldkamp, dem Vorstandsvorsitzenden der P&R Gruppe, mehr Zeit. Doch selbst zwei Monate später gibt es immer noch keine Antworten auf zentrale Fragen. Einen Aspekt spricht der Wirtschaftsprüfer Werner Wagner-Gruber nun indirekt an. Er hat seine Bestätigungsvermerke für die kürzlich veröffentlichten Jahresabschlüsse 2014 von drei P&R-Gesellschaften eingeschränkt. „…entgegen § 285 Nr. 3 HGB wurden keine Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemacht (Art, Zweck, Risiken, Vorteile) bzw. entgegen § 285 Nr. 3a HGB wurde der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht angegeben…“

  • Erste Unterlassungsaufforderung »

    MC Marecon beauftragt Rechtsanwalt

    21.07.2016 ▪ Es war nur eine Frage der Zeit, bis Investmentcheck die erste Unterlassungsaufforderung erhält. Es war die MC Marecon Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, vertreten durch die Alster Capital Verwaltungs GmbH und dessen Geschäftsführer Gert Brinkmann. Sie haben Investmentcheck über den Rechtsanwalt Rolf Siburg aufgefordert, ein „Inserat“ für das Beteiligungsangebot von der Homepage zu nehmen. Das ist in mehrfacher Hinsicht skurril, weshalb Investmentcheck dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist.

  • Der Streit um die Containermieten »

    Magellan-Insolvenz wirft spannende Fragen auf

    06.07.2016 ▪ Vor einigen Tagen wurden die 9.000 Anleger von Magellan darüber informiert, dass die Mieten der ihnen gehörenden Container in die Insolvenzmasse der Magellan Maritime Services GmbH (MMS) einfließen. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle habe in einem Gutachten erklärt, dass die Forderungen an die Reedereien nicht direkt den Anlegern zugeordnet werden könnten. Anlegeranwalt Peter Mattil ist darüber entsetzt: „Wir finden dies unerhört und fordern den Insolvenzverwalter auf, die Mieten auszusondern und an die Anleger herauszugeben.“ Damit entsteht einige spannende Fragen: Beispielsweise, wie hoch sind die Mieten für die Container eigentlich sind?

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