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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Zweifel bei österreichischer Crowd-Plattform »

    Gelebte Intransparenz bei 1000x1000

    11.10.2017 ▪ 1000x1000 hat nichts mit Träumen aus 1001er-Nacht zu tun. Die Homepage mit dem ungewöhnlichen Namen ist die älteste Crowdfunding-Plattform Österreichs. Im Umgang mit gescheiterten Investments besteht allerdings dringender Verbesserungsbedarf. Das Beispiel des prominenten Bio-Schaubetriebes Schwarzberger Hof zeigt dies sehr anschaulich. Die Liste der kritischen Fragen ist damit aber noch nicht erschöpft.

  • Bürgerwindgesellschaften verweigern Prospektherausgabe »

    Anbieter verstoßen gegen Gesetzesvorgaben

    10.10.2017 ▪ Das Vermögensanlagengesetz ist völlig unmissverständlich in diesem Punkt: „Der Verkaufsprospekt muss […] auf der Internetseite des Anbieter veröffentlicht und […] zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten“ werden. Nachzulesen in Paragraph 9 Absatz 2. Trotzdem verweigern immer wieder Anbieter auf Anforderung die Übersendung des öffentlichen Dokuments. Irgendwie erinnert das an Wild-West-Zeiten, als geschlossene Fonds noch mit Steuervorteilen und ein paar wenigen Eckdaten verkauft wurden.

  • Scheitern als Erfolg verkauft »

    Medifundo erreicht Fundinglimit bei Precision EP nicht

    04.10.2017 ▪ Eigentlich soll Wettbewerb gut für Kunden sein. Zu viel Wettbewerb kann aber einen Markt auch verderben. Bei Crowdinvestments herrscht jedenfalls sehr große Konkurrenz unter den Plattformen. Deshalb nehmen es einige Geldeinsammler mit der Wahrheit nicht so genau. Medifundo hat beispielsweise ein nicht erfolgreiches Funding anfänglich als „Finanzierung erfolgreich abgeschlossen“ bezeichnet. Erst nach einer Anfrage von Investmentcheck wurde daraus die ehrliche Darstellung „Fundingschwelle nicht erreicht“.

  • Kundenbetreuung à la ERGO »

    Beiratswahl eines Immobilienfonds wird zur Schmierenkomödie

    02.10.2017 ▪ Nach einschlägiger Meinung ist es Aufgabe eines Treuhänders, die Interessen seiner Treugeber nach deren Vorgaben zu wahren und zu vertreten. Ganz anders sieht das eine Treuhandgesellschaft der Düsseldorfer Munich Re-Tochter ERGO. Dort wird ein ganz neues Be-, um nicht zu sagen Ver-Treuungskonzept gelebt.

  • Insolvent während der Platzierung »

    Minerva ohne Erfolg bei Anleihenverkauf

    28.09.2017 ▪ Minerva, die römische Göttin der Weisheit stand Pate bei der Namensgebung. Doch anscheinend waren die Anleger weiser, als dem Anbieter lieb war. Sie vertrauten den Zinsversprechen von 5,75 Prozent für vier Jahre und 7,4 Prozent bei acht Jahren nicht. Aus dem Ziel, bis zu 65 Millionen Euro einzusammeln, wurde nichts. Nur Monate nach der Gestattung des Verkaufsprospektes durch die BaFin hat die Emittentin einen Insolvenzantrag gestellt.

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