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Marktanalyse Publikums-AIF 2021
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    Geschädigte P&R-Anleger erhalten 207 Millionen Euro

    03.03.2021 ▪ Deutschlands prominentester Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé hat trotz Wirecard die P&R-Anleger nicht vergessen. Wie er und sein Kollege Dr. Philip Heinke heute verkündeten, zahlen sie im 2. Quartal dieses Jahres 206,7 Millionen Euro an die geschädigten Anleger des insolventen Containeranbieters P&R aus. Umgerechnet auf die angemeldeten Insolvenzforderungen einzelner Investoren bedeutet dies eine Abschlagszahlung in Höhe von 7,5 beziehungsweise 4,0 Prozent. Wer nun genau wie viel erhält hängt davon ab, bei welcher der vier P&R-Gesellschaften ein Anleger die überwiegend nicht vorhandenen Container kaufte.

  • Weiterentwickeltes Anlegerforum »

    In eigener Sache: Investmentcheck.community 2.0

    13.02.2021 ▪ Das vor gut einem Jahr ins Leben gerufene Forum Investmentcheck.community hat die Erwartungen weit übertroffen. Die für einfache Foren ausreichenden Tools von WordPress sind für die mittlerweile fast 1.000 Mitglieder nicht mehr komfortabel genug. Deshalb wurde nun eine weiterentwickelte Version 2.0 unter phpBB programmiert. Diese bietet deutlich erweiterte Möglichkeiten.

  • Geringere Platzierungsumsätze 2020 »

    Vor allem Vermögensanlagen werden weniger nachgefragt

    11.02.2021 ▪ Das Geschäft mit Publikums-AIFs und Vermögensanlagen war 2020 rückläufig. Bei den überwachten Produkten nach dem Kapitalanlagegesetzbuch reduzierte sich das gesammelte Anlegerkapital von 1,45 Milliarden um 15,5 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Knapp ein Drittel weniger platzierten die Anbieter von Vermögensanlagen. Nur noch 712 Millionen nach 1,05 Milliarden Euro kamen im Vorjahr zusammen.

  • Insolvenzen bei der SeniVita-Gruppe »

    Nun sind 75 Millionen Euro von Anlegern ausfallgefährdet

    03.02.2021 ▪ Nach den 30 Millionen Euro bei der Dr. Wiesent Sozial gGmbH sind nun zusätzliche 45 Millionen Euro Anlegerkapital bei der SeniVita Social Estate AG im Feuer. Das Amtsgericht Bayreuth musste weitere Insolvenzverfahren eröffnen. Jetzt sind auch die Gläubiger einer Anleihe betroffen. Sie müssen juristisch wohl einiges aufarbeiten, da es Anzeichen für eine nicht korrekte Verwendung hinterlegter Sicherheiten gibt.

  • Teures Gewissen »

    Unfaire Chancenverteilung beim KlimaVest der Commerz Real

    28.01.2021 ▪ Sie wollen das Klima retten und ihr Geld gut anlegen? Der im Herbst 2020 aufgelegte Impact-Fonds KlimaVest von der Commerzbank-Tochter Commerz Real soll es ermöglichen: „Zukunft – das beste Investment“, steht vollmundig auf der Homepage, die außerdem einen CO2-Rechner zur Ermittlung des persönlichen Fußabdrucks enthält. Schnell lässt sich ermitteln, wie viel ein Anleger in den Fonds stecken muss, damit er seine persönlichen Emissionen des Klimakillers neutralisiert. Doch ist das wirklich empfehlenswert? 231 Millionen Euro stecken schon im Fonds, der bis zu zehn Milliarden Euro einsammeln soll.

  • Dritte Exporo-Pleite »

    Überraschende Probleme beim „Wohnen am Tiergarten“

    20.01.2021 ▪ Nach den Insolvenzen für die zwei Fundings „Portfolio Marburg“ und „Portfolio Marburg II“ muss Exporo nun eine weitere Pleite managen. Die führende Plattform für Crowdfundings sammelte ab September 2019 knapp eine Million Euro für das Projekt „Wohnen am Tiergarten“. Spätestens am 20. Dezember 2020 sollte das Geld eigentlich inklusive Zinsen an die Anleger zurück fließen. Doch bei der Emittentin Bois Immo Trading UG hat das Amtsgericht Essen nun überraschend ein Insolvenzverfahren eröffnet (Aktenzeichen 163 IN 82/20). Was das für das Geld der Schwarmfinanzierer bedeutet, kann Exporo derzeit nicht sagen.

  • Unruhe bei ThomasLloyd »

    Fragwürdige Umfrage unter Anlegern

    15.01.2021 ▪ Ausschüttungsverzögerungen, ein Verwaltungsverfahren mit der BaFin und ein nicht nachvollziehbares sowie rechtlich fragwürdiges Fonds-Splitting verunsichern gerade Anleger von ThomasLloyd sehr stark. Bei einer Reihe von Fonds werden die Investoren zu einer Entscheidung gedrängt, für die wichtige Informationen fehlen und die in jeder Variante nachteilig erscheint. Das damit zerstörte Vertrauen lässt Spekulationen über die Hintergründe für dieses Tun geradezu sprießen. Zeichnet sich hier ein Finanzskandal bei einem Anbieter ab, der insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro bei Anlegern sammelte?

  • Funkstille »

    DEGAG Deutsche Grundbesitz bleibt Antworten schuldig

    14.01.2021 ▪ Zweistellige Millionenbeträge sammeln nur noch wenige Anbieter von Genussrechten ein. Die DEGAG Deutsche Grundbesitz-Gruppe von Birger Dehne hat dies in den letzten Jahren geschafft. Über 100 Millionen Euro kamen seit Ende 2016 zusammen. Da das Geld der Anleger über Blind-Pools zum Großteil an eigene Projektgesellschaften weitergegeben wird, hat Investmentcheck mal einen Blick in die Bilanzen geworfen. Dabei aufgetauchte Fragen beantwortete Dehne leider nicht.

  • Notlandung »

    HEH verkauft 11 Flugzeuge im Paket

    04.01.2021 ▪ Zwischen 2008 und 2010 hat die HEH Hamburger EmissionsHaus insgesamt elf Flugzeugfonds mit jeweils einer Dash 8-Q400 von Bombardier aufgelegt. Der Leasingnehmer der Flugzeuge war die in England angesiedelte Flybe, bei der im Frühjahr dieses Jahres ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Nachdem sich kein neuer Mieter dafür fand, verkaufte HEH die Flugzeuge nun. Mit durchschnittlich 112 Prozent der Einlage bekommen die Anleger ihr Geld weitgehend unverzinst zurück. Geplant waren Ausschüttungen von im Schnitt 246 Prozent über die Laufzeit, die zwischen 2025 und 2027 enden sollte.

  • Gemeinnützige Pleite »

    Dr. Wiesent Sozial gGmbH schuldet Anlegern 30 Millionen Euro

    18.12.2020 ▪ Mit Genussscheinen und Genussrechten finanzierten Anleger Pflegeeinrichtungen für Senioren sowie Einrichtungen der Kinderkrankenpflege und Behindertenhilfe in Nordbayern. Rund 30 Millionen Euro wurden auf diese Weise gesammelt. Am 16. Dezember 2020 musste allerdings von der Dr. Wiesent Sozial gGmbH ein Eigeninsolvenzantrag gestellt werden. Unter Führung des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Dr. Beck & Partner soll der Geschäftsbetrieb unter dem Schutz des Insolvenzrechts saniert werden. Für die Investoren, die dort rund 30 Millionen Euro anlegten, klingt das nicht gut.

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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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