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Marktanalyse Publikums-AIF 2020
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    Weltbild verspricht Wertsteigerungspotenzial wo keines ist

    20.04.2020 ▪ „Zugreifen: Günstigstes Gold der Welt!“ Mit diesem Slogan warb Weltbild für eine eigene Edition von Goldmünzen. Bei genauerer Betrachtung ist diese Werbeaussage allerdings nichts weniger als eine Lüge. Selbst im Haifischbecken der Goldanbieter fällt sie aufgrund ihrer Dreistigkeit auf. Dabei ist Weltbild nach eigenen Aussagen „die bekannteste Buchhandelsmarke Deutschlands“, die „den Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis über Online-Shops, Direktmarketing, eigene Filialen und soziale Netzwerke“ bietet. 1948 gegründet gehörte die Marke lange Zeit der katholischen Kirche. Nach einer Insolvenz vor einigen Jahren ist der Alleingesellschafter der Weltbild-Gruppe nun das Beratungs-und Investmenthaus Droege Group mit Sitz in Düsseldorf.

  • 325 Millionen Euro in der P&R-Kasse »

    Insolvenzverwalter sieht bisher keine Corona-Auswirkungen

    08.04.2020 ▪ Die Unsicherheit bei den geschädigten P&R-Anlegern scheint groß zu sein. Der Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé reagiert und stellt nun öffentlich klar: „Uns erreichen verständlicherweise eine Vielzahl von Anfragen der Anleger, die sich Sorgen machen, ob die Containerverwertung durch die Krise beeinträchtigt wird. Wir haben dieses Thema im ersten Quartal 2020 intensiv begleitet und konnten so sicherstellen, dass die Containerverwertung nicht beeinträchtigt wurde. Insbesondere gab es bislang keine negativen Auswirkungen auf die Nachfrageseite.“ Im Gegenteil: Durch die teilweise komplett heruntergefahrene Produktion von Containern in China hat sich laut Jaffé die Angebotsseite sogar verknappt.

  • Kolbermoorer Albtraum »

    Fast kein Gold bei der Deutschen Wertlager vorhanden

    03.04.2020 ▪ Im Juni 2019 stellte der Goldanbieter Deutsche Wertlager (DWL) einen Insolvenzantrag (Goldige Pleite). Im Vorfeld berichtete investmentcheck schon von Problemen (Glänzende Täuschung). Zwischenzeitlich hat der Insolvenzverwalter einiges aufgearbeitet. Investmentcheck sprach mit der Rosenheimer Rechtsanwältin Corinna Ruppel, die eine Reihe von geschädigten Anlegern vertritt.

  • York bessert nach »

    Interessensgemeinschaft verhandelt Kaufangebot für P&R-Anleger

    31.03.2020 ▪ Vor drei Monaten hat York Capital den Anlegern des insolventen Containeranbieters P&R ein Angebot zur Übernahme ihrer Gläubigeransprüche gemacht. Gut 400 Forderungen mit einem Nominalvolumen von 20 Millionen Euro haben sie bisher aufgekauft. Jetzt verbessert der global tätige Investmentfonds sein Angebot noch einmal. Eine Interessensgemeinschaft von Vermittlern hat die bisherige Offerte nachverhandelt. Investmentcheck sprach mit Dr. Christoph Ludz von der Interessensgemeinschaft sowie Max Magliana von York Capital über die Hintergründe und Details.

  • Aufstieg und Untergang der MCE-Fonds »

    200 Millionen Euro Anlegerkapital in wenigen Jahren vernichtet

    25.03.2020 ▪ In den Jahren 2008 bis 2012 hat die MCE Schiffskapital AG zehn Fonds aufgelegt und ein Eigenkapital von rund 200 Millionen Euro platziert. Acht dieser Fonds sollten von der Schiffsmarktkrise profitieren und günstig Schiffsbeteiligungen im Zweitmarkt einkaufen. Beteiligt haben sich mehr als 6.000 Anleger, viele davon mehrfach. Inzwischen sind alle Gesellschaften der MCE-Gruppe insolvent, die Fonds auch. Verdient haben nur die Initiatoren.

  • Teurer Spielverweis »

    Rangrücktritte wie beim Hanseatischen Fußball Kontor sind hoch gefährlich

    12.03.2020 ▪ Fußball ist big business. Das dachten sich auch die Gründer der Hanseatischen Fußball Kontor, die Anlegern euphorisch einen Zugang dazu versprachen. Dazu kam es nicht. Das Geld der Anleger ist weg. Sie wurden von der FIFA des Spiels verwiesen Und Jahre nach der Pleite will der Insolvenzverwalter nun ausbezahltes Geld wieder zurück. Investoren bekamen die letzten Tage Schreiben mit Anfechtungsansprüchen, die vor allem im qualifizierten Rangrücktritt begründet liegen. Ein trauriges Lehrstück, das die häufig völlig unterschätzten Folgen von Nachrangklauseln zeigt.

  • Gläubigerversammlung geplatzt »

    Zu viele PIM-Gold-Anleger kamen nach Offenbach

    28.02.2020 ▪ Heute um 10 Uhr sollte die Gläubigerversammlung zum Skandalfall um PIM Gold stattfinden. Dazu wurde Ende Januar der Veranstaltungssaal vom Amtsgericht in den Mariensaal der Katholischen Kirchengemeinde in Offenbach verlegt. Maximal 300 Menschen hätten dort Platz gehabt. Deutlich mehr sind tatsächlich gekommen. Deshalb wurde die Veranstaltung abgesagt und auf den 24. März 2020, um 11 Uhr in die Stadthalle Langen verlegt.

  • „Öffentlichkeitsarbeit eingestellt“ »

    Solvium Holding nennt keine Ergebnisse der ConRendit-Investments

    25.02.2020 ▪ Es gibt zwei Hauptrisiken bei strukturierten Investments: Das Markt- und das Managementrisiko. Bei illiquiden Assets steigt die Bedeutung des Managementrisikos massiv an. Deshalb ist gerade hier der Track-Record unverzichtbar. Was hat ein verantwortlicher Manager in der Vergangenheit für Anleger geleistet? Wenn er gut ist, hat er nichts zu verstecken und geht auch mit Problemen offen um. Tut er das nicht, dann sollten Anleger vorsichtig sein. Sie treffen eine mittel- bis langfristige Anlageentscheidung, die enormes Vertrauen erfordert. Olaf Will, Vorstand der Solvium Holding AG sieht das offenbar anders. Er mauert bei Fragen zu den Ergebnissen der ConRendit-Anlagen.

  • P&R-Gründer ist tot »

    Heinz Roth ist bereits Ende 2019 verstorben

    18.02.2020 ▪ Die seit Wochen kursierenden Gerüchte haben sich bestätigt. P&R-Gründer Heinz Roth ist am 14. Dezember 2019 verstorben. Im Herbst 2018 wurde er aufgrund Betrugsverdachts in Untersuchungshaft genommen, aus der ihn das Landgericht München I im Sommer 2019 wegen dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit wieder entließ. Ärzte stellten eine schwere Krankheit fest, an der er im Dezember wenige Tage nach seinem 77. Geburtstag verstarb. Sein seit Ende 2018 laufendes Privatinsolvenzverfahren wird nun als Nachlassinsolvenzverfahren fortgeführt.

  • Überraschender Goldfund »

    Bei PIM Gold ist mittlerweile von 1 Tonne Gold auszugehen

    10.02.2020 ▪ Am 28. Februar findet in Offenbach ab 10 Uhr die Gläubigerversammlung im Fall PIM Gold statt. Der ursprünglich geplante Ort beim Amtsgericht wurde aufgrund der angemeldeten Teilnehmerzahlen geändert. Nun treffen sich die Gläubiger im Mariensaal der Katholischen Kirchengemeinde. Der Insolvenzverwalter wird einiges zu berichten haben. Unter anderem wird er die erfreuliche Nachricht überbringen, dass der vorhandene Goldbestand mit einer Tonne deutlich höher ist als ursprünglich angenommen. Diese Information hat zumindest Investmentcheck aus Verfahrenskreisen erhalten.

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