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Marktanalyse Publikums-AIF 2020
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  • Bilanzen wie Katzengold »

    Verspätete oder schlechte Jahresabschlüsse sind klare Warnsignale

    07.08.2020 ▪ Noch nie war Gold so teuer und beliebt wie gerade jetzt. Es wird als Synonym für Sicherheit benutzt. Das sehen Käufer des Edelmetalls so und es wird ihnen auch von den Goldanbietern vermittelt. Beim Kauf kommt es allerdings nicht nur auf die Sicherheit des physischen Metalls selbst an, sondern auch auf die Seriosität des Anbieters. Kann ein Anleger sich darauf verlassen, dass er das Gold bei einem Sparplan irgendwann geliefert bekommt? Ist das von einem Anbieter für seine Kunden verwahrte Gold in dessen Tresoren sicher? Das ist nicht einfach zu beurteilen, weshalb zumindest ein Blick in die Finanzzahlen eines Unternehmens nicht schon Fragen aufwerfen sollte. Bei den nachfolgenden Unternehmen ist dies allerdings der Fall, weshalb hier Vorsicht angebracht ist.

  • Zahlungsverzug bei jedem dritten Euro »

    Zahlreiche Probleme bei LeihDeinerUmweltGeld

    03.08.2020 ▪ LeihDeinerUmweltGeld gehört zur CrowdDesk-Gruppe (näheres hier). Der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel sitzt im Beirat und lobt deren einfache und transparente Beteiligungsmöglichkeiten. Das ist seine Meinung. Die Erfahrungen eines Anlegers im Investmentcheck-Forum sehen etwas anders aus. Über seine telefonischen Nachfragen zu verschiedenen Problemen bei Investments berichtet er: „Eine freundliche Dame als ‚Türsteher‘, die jede Frage freundlich ins Nirwana ableitet“.

  • Insolvenz der MEP Werke »

    UDI-Anleger verlieren weiteres Geld

    29.07.2020 ▪ Noch vor zwei Jahren waren die MEP Werke laut Erhebungen von FOCUS und Statistia das am schnellsten wachsende Energieunternehmen Deutschlands. Finanziert haben das Wachstum zum Teil Privatanleger, die nun um ihr Geld bangen müssen. Auch die Nürnberger UDI-Gruppe von Stefan Keller ist involviert. Bei der schon lange kriselnden MEP Werke GmbH, die seit Herbst 2019 Encopia GmbH heißt, wurde nun vom Amtsgericht München ein Insolvenzverfahren eröffnet (Aktenzeichen 1542 IN 840/20). Insolvenzverwalter ist Oliver Schartl von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen.

  • Vertriebsaufbau mit Anlegergeld »

    7x7-Unternehmensgruppe läuft nicht rund

    27.07.2020 ▪ Rund 120 Millionen Euro hat Andreas Mankel mit seiner 7x7-Unternehmensgruppe in den letzten 14 Jahren bei Anlegern gesammelt. Immobilien, Erneuerbare Energien und Unternehmensbeteiligungen sind die Investitionsziele. Von der rechtlichen Ausgestaltung der Geldanlagen hat die in Bonn angesiedelte Gruppe von Aktien über Nachrangdarlehen, Genussrechte, KG-Beteiligungen bis zu Schuldverschreibungen schon alles angeboten. Seit einiger Zeit setzt Mankel – mit noch bescheidenen Erfolgen - verstärkt auf Crowdfunding. Schwerpunkt sollen aber Inhaberschuldverschreibungen und KG-Beteiligungen bleiben.

  • Dramatische Ausschüttungslücken »

    Leonidas missachtet reihenweise Transparenzvorschriften

    21.07.2020 ▪ Sicherheit und Nachhaltigkeit sind die beiden Eigenschaften, die Antje Grieseler und Max-Robert Hug bei ihren institutionellen und privaten Anlegern im Vordergrund sehen. Doch ob Leonidas als Anbieter einer Vielzahl an verschiedenen Kapitalanlagen dies auch liefert, sagen sie nicht. Eine Presseanfrage blieb unbeantwortet. Auch sonst lässt die Transparenz massiv zu wünschen übrig. Sogar Verstöße gegen gesetzliche Transparenzvorgaben sind zu beobachten. Vermutlich hängt dies unter anderem damit zusammen, dass die Ergebnisse für Anleger zum Teil desaströs sind. Das zeigt zumindest eine mühsame Einzelrecherche zu verschiedenen Angeboten.

  • Keine steuerliche Rückabwicklung bei P&R »

    Bund und Länder haben Steuerauslegung bei dem Containeranbieter festgelegt

    17.07.2020 ▪ Seit rund einem Jahr stehen die geschädigten P&R-Anleger vor dem Dilemma, wie sie ihre gescheiterten Containerinvestments in der Steuererklärung für 2018 angeben sollen. Eine Vorgabe gab es bisher nicht, weshalb sie die Verluste auf unterschiedlichste Art und Weise deklarierten. Viele beantragten eine Vollabschreibung, da durch die Insolvenzanträge und dem vorliegenden Schneeballsystem ihre Einlagen zum Großteil verloren sind. Unter dem Vorbehalt der Nachprüfung akzeptierten das viele Finanzämter, die auch nicht wussten, wie sie damit umgehen sollten. Doch nun scheint endlich Klarheit in die Steuerfragen einzukehren. Auf Bund-Länder-Ebene haben sich die zuständigen Referenten auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt.

  • Verkauf ohne Verkaufsprospekt »

    easygold24 erscheint auf dem Radar der Finanzaufsicht

    13.07.2020 ▪ Mit „Wir haben Gold in den Adern!“ hat Investmentcheck den Geschäftsführer von easygold24.com in einem vor zwei Monaten veröffentlichten Beitrag zitiert [hier nachlesbar]. Angesichts des höchst zweifelhaften Geschäftsmodells lautete das Fazit: „Kunden sollten deshalb um easygold24 einen großen Bogen machen.“ Jetzt ist Mustapha Hasni mit seiner Hartmann & Benz GmbH auf dem Radarschirm der Finanzaufsicht erschienen. Sie warnt vor dem Anbieter, weil es Anhaltspunkte für einen Verkauf ohne Prospekt gibt.

  • Etappensieg für P&R-Anleger »

    Landgericht Karlsruhe weist Anfechtungsansprüche zurück

    12.07.2020 ▪ Günther Schneider*) hat dieses Wochenende gefeiert. Die von Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé eingereichte Klage auf Rückzahlung von über 30.000 Euro wurde vom Landgericht Karlsruhe abgewiesen (Bericht zur mündlichen Verhandlung). Dies bestätigte die Pressesprecherin Dr. Hanna Szymanski auf Nachfrage und ergänzte noch, dass das Gericht die Kosten dem Kläger auferlegte. Klar ist allerdings auch, dass die Entscheidung nicht endgültig ist. Jaffé will am Ende zur Klärung vieler Rechtsfragen eine Entscheidung vom höchsten deutschen Gericht, dem nur 800 Meter vom Landgericht entfernten Bundesgerichtshof. Wann dieser Fall und die sieben bei anderen Gerichten anhängigen Pilotklagen allerdings dort ankommen, ist noch völlig unklar. Theoretisch wäre eine Sprungrevision unter Auslassung des Oberlandesgerichts möglich. Dem müssen aber beide Parteien unter Verzicht auf weitere Rechtsmittel zustimmen.

  • Bearbeitungsstau in der Buchhaltung »

    Fehlende Jahresabschlüsse bei Jäderberg & Cie.

    07.07.2020 ▪ Über 33 Millionen Euro von 1.400 Anlegern hat Jäderberg & Cie. bisher akquiriert. Der in Hamburg ansässige Initiator investiert das Geld in australische Sandelholzplantagen. Die Bäume sind sehr speziell und vor allem wegen des daraus produzierten Sandelholz-Öls beliebt und wertvoll. Namensgeber und Unternehmenslenker Peter Jäderberg betreibt das Geschäft nunmehr seit gut zehn Jahren. Eine Leistungsbilanz gibt es nicht, was er als „naturbedingt“ bezeichnet. Schließlich brauchen die Bäume bis zur Ernte plangemäß 16 Jahre. Andererseits gibt es Themen, die Anlass zu Sorgen geben. Anleger sollten dringend mehr und vor allem zeitnahe Transparenz einfordern.

  • Wer ist hier faul? »

    Wattner will zu erkennbaren Problemen keine Antworten liefern

    29.06.2020 ▪ 200 Millionen Euro von mehr als 8.000 Anleger machten Wattner zum Emissionshaus mit den meisten deutschen Megawatt-Solarkraftwerken. Vieles läuft plangemäß, doch bei den erkennbaren Problemen will Vorstand Ulrich Uhlenhut keine Erklärungen abgeben. Auch sonst wirft seine Mail mehr Fragen auf als sie beantwortet. Interessenten für das aktuelle Angebot SunAsset 9 sollten sich gut überlegen, ob sie wirklich ausreichend an den Chancen aus Solarkraftwerken beteiligt sind.

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