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Marktanalyse Publikums-AIF 2020
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  • Erste KVG pleite »

    BaFin stellt Insolvenzantrag bei der AVANA Invest

    25.09.2020 ▪ Eine insolvente Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) ist etwas völlig ungewöhnliches. Diese sind streng von der Finanzaufsicht BaFin überwacht und müssen in Sachen Finanzen eine besondere Expertise nachweisen. Schließlich verwalten sie das Geld anderer Menschen. Auch die AVANA Invest GmbH hat verschiedene Produkte für private und institutionelle Anleger gemanagt. Ende 2018 waren das laut deren Jahresabschluss 800 Millionen Euro. Offenbar nicht genug, um damit zu überleben. Letzte Woche hat das Amtsgericht München nach einem Insolvenzantrag der BaFin ein Insolvenzverfahren eröffnet (Aktenzeichen: 1513 IN 1692/20).

  • Bonus ohne Gold? »

    Verunsicherte Anleger von Bonus.Gold

    20.09.2020 ▪ Handys sind stumm, beim Festnetz geht niemand ran und Mails kommen zurück. Zuletzt wurden nun die Firmenanteile verkauft und ein neuer Geschäftsführer aus dem englischen Kent bestellt. Das ist die Situation bei der Bonus.Gold GmbH aus Köln. Besorgte Kunden versuchen an ihr Gold zu kommen und sind verzweifelt. Der presserechtliche Anwalt von Bonus.Gold erklärte auf Anfrage, sein Mandat schon im Mai niedergelegt zu haben. Er sei verwundert, warum die Behörden hier nicht eingreifen. Ein Wirtschaftsprüfer, der regelmäßig Bestätigungen über vorhandene Goldbestände ausstellte, betont plötzlich auf Nachfrage, diese seien nicht vergleichbar mit einer Überprüfung im Rahmen eines Testats für die Jahresabschlüsse. Im Januar bezeichnete er eine Investmentcheck vorgelegte Bescheinigung noch als „Inventurbeobachtung“, die er in Köln und Istanbul vornahm.

  • Anklage gegen PIM-Geschäftsführer erhoben »

    Dritte Gläubigerversammlung nun auch abgesagt

    18.09.2020 ▪ Erst im vierten Versuch klappt es nun endlich bei PIM-Gold mit einer Gläubigerversammlung. Das zuständige Amtsgericht entschied, aufgrund „der fortdauernden Pandemie und der damit einhergehenden Gefährdung bei der Teilnahme an einer Präsenzveranstaltung“ den Berichtstermin schriftlich abzuhalten. Besonders gut sind die dabei nun zu verkündenden Neuigkeiten allerdings nicht. Statt wie bisher angenommen ist nicht von einer Tonne Gold, sondern nicht einmal der Hälfte auszugehen. Und die Forderungen sind auch noch von bisher 160 auf zwischenzeitlich 174 Millionen Euro angestiegen. Keine gute Ausgangslage für die Beklagten im vermutlich demnächst beginnenden Strafverfahren. Denn die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und Anklage erhoben.

  • Möglichst gleichmäßige Quote »

    P&R-Anleger stimmen über Geldverteilung ab

    17.09.2020 ▪ Deutschlands bekanntester Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé hat mit den beiden Großpleiten Wirecard und P&R viel zu tun. Die nächsten Tage verschickt er mal wieder über 80.000 Schreiben an 54.000 geschädigte P&R-Anleger. Sie sollen darüber abstimmen, wie das Geld aus der Containerverwaltung innerhalb der insolventen P&R-Gesellschaften verteilt wird. Das ist ganz entscheidend dafür, ob am Ende alle Anleger die gleiche Quote erhalten, oder ob es erhebliche Unterschiede geben wird. Jaffé’s Vorschlag für eine gleichmäßige Innenverteilung der Gelder ist gerecht und damit friedensstiftend. Letztendlich kann kein Anleger etwas dafür, dass P&R zur Lösung ihrer Liquiditätsprobleme teilweise mehrmals täglich Gelder zwischen den einzelnen Gesellschaften hin und her geschoben hat.

  • Undurchsichtige Verkaufsabsichten »

    Leonidas-Anleger sollen über Verkauf mit Verlust abstimmen

    15.09.2020 ▪ Die Mehrheit der Leonidas-Fonds läuft weit hinter Plan. [IC-Bericht: Dramatische Ausschüttungslücken] Jetzt sollen Anleger der Fonds XIII und XIV sogar über einen Verkauf verschiedener Windparks abstimmen - und eventuell erhebliche Verluste von bis zu 40 Prozent realisieren. Die Leonidas-Chefin Antje Grieseler will das wegen einem fehlenden Aussprachebedarf im schriftlichen Verfahren durchziehen - und muss sich so kritischen Anlegerfragen gar nicht erst stellen. Denn warum die Parks mit Verlust verkauft werden sollen, das wird auch auf Nachfrage von Investmentcheck nicht erklärt. Ein Wertgutachten gibt es nicht. Gesetzliche Transparenzpflichten für Jahresabschlüsse werden häufig missachtet. Sogar über eine persönliche Verstrickung lässt Grieseler die Anleger im Dunkeln.

  • Dunkle Ecken im Geschäftsmodell »

    Erhebliche Mietunterdeckungen bei der Deutschen Lichtmiete

    07.09.2020 ▪ Mit Energieeffizienz will die Deutsche Lichtmiete ihre Industriekunden aber auch die Investoren überzeugen. Über 4.400 Anleger investierten gut 160 Millionen Euro, um damit ein Mietmodell für LED-Leuchten aufzubauen. Das geschah weitgehend in den letzten fünf Jahren. Die Deutsche Lichtmiete betont, alle Zahlungen an ihre Investoren immer fristgerecht und vollständig geleistet zu haben. Dazu mussten allerdings erhebliche Mietunterdeckungen aus den Einnahmen von Dritten durch Umlagen aus den Produktionsgewinnen geleistet werden. Gutachten anlässlich einer Kapitalerhöhung der Konzernmutter liefern interessante Details zum Geschäftsmodell, die Investoren bei ihren Entscheidungen berücksichtigen sollten.

  • „Festzins“-Bezeichnung ist irreführend »

    Gericht verurteilt UDI zu Schadensersatz

    02.09.2020 ▪ In einem noch nicht rechtskräftigen Urteil entschied das Landgericht Halle, dass die UDI Beratungsgesellschaft mbH gegenüber einem Anleger Schadensersatz leisten muss. Dabei geht es um acht Zeichnungen verschiedener Festzins-Angebote. UDI muss die Gelder zuzüglich Zinsen zurück bezahlen, da das Gericht die Bezeichnungen „Festzins“ und „solide Geldanlage“ als die Risiken verharmlosend ansah. In der Folge ist der Kunde nicht ausreichend aufgeklärt worden. Für UDI ist das eine herbe Niederlage, die angesichts der immer schlechter werdenden Ergebnisse bei den Produktemittenten doppelt belastet.

  • Mal so, mal so »

    Auf die BaFin ist leider kein Verlass

    28.08.2020 ▪ Exporo bekommt eine Strafe über 49.000 Euro aufgebrummt, vor EcoTree und Red Cave wird wegen Anhaltspunkten für einen fehlenden Verkaufsprospekt gewarnt. Das klingt nach einer streng durchgreifenden Finanzaufsicht. Wer jedoch etwas genauer hinschaut, bekommt einen anderen Eindruck. Es wirkt ein wenig gutsherrenartig. Genau das proklamiert aber der BaFin-Chef Felix Hufeld immer, dass er nicht tun will. Er will keine Finanzaufsicht nach Gutsherrenart.

  • Längst nicht pari »

    Paribus liefert nicht die versprochene Transparenz

    24.08.2020 ▪ Anbieter wie Paribus aus Hamburg sehen sich als die BaFin-überwachte Elite unter den Initiatoren geschlossener Fonds. Doch nur weil die Finanzaufsicht als Hüterin für Recht und Ordnung mehr Sicherheit verspricht, sollten Anleger nicht bedenkenlos vertrauen. Im Gegenteil: Bei Paribus häufen sich immer mehr kritische Themen, die für sich genommen jeweils noch kein K.O.-Kriterium darstellen. Die Summe stimmt allerdings durchaus bedenklich.

  • Anleger sind nicht machtlos »

    BaFin kann bei Beschwerden Sonderprüfungen anordnen

    17.08.2020 ▪ Wer in den letzten acht Jahren Geld bei Anlegern mit einer Vermögensanlage eingesammelt hat, der muss weitreichende Transparenzvorschriften einhalten. Fast niemand hält sich aber an diese Regeln. Die Stiftung Warentest hat in einer Untersuchung festgestellt [hier abrufbar], dass nur elf Prozent der Emittenten ihren Jahresabschluss 2018 innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von sechs Monaten im Bundesanzeiger veröffentlicht haben. Anleger müssen das nicht hinnehmen. Das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) sieht eine Beschwerdemöglichkeit bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor, die Anleger ruhig häufiger nutzen sollten. Investmentcheck hat die BaFin zu verschiedenen Auslegungsthemen befragt.

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