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  • P&R-Insolvenzverwalter unter Druck »

    Interessenskonflikte und Schweizer P&R werfen Fragen auf

    10.10.2018 ▪ Nächste Woche am 17. und 18. Oktober finden die drei großen Gläubigerversammlungen bei P&R statt. Vier Richter(innen), 24 Rechtspfleger(innen) und 36 Justizwachtmeister(innen) sind allein vom Gericht vor Ort. Über 4.000 Anmeldungen gibt es bisher nur für den ersten Termin am 17. Oktober. Für alle drei Termine werden mehr als 10.000 Investoren erwartet, so dass mit ganz langen Schlangen am Einlass zu rechnen ist. Das Amtsgericht München spricht von einer „der größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland überhaupt“. Es wird heiß hergehen, denn der Insolvenzverwalter Michael Jaffé wird sich kritische Fragen gefallen lassen müssen. Und falls sich sogar ein Vertreter der Schuldner zu einer Stellungnahme traut, dann braucht der vermutlich Polizeischutz.

  • Mehr unerlaubte Geschäfte »

    Die Finanzaufsicht veröffentlicht deutlich mehr Verstöße

    02.10.2018 ▪ Anfangs war es nur ein Gefühl, wonach die von der BaFin verschickten Meldungen über unerlaubte Geschäfte mehr geworden sind. Deshalb hat investmentcheck 197 Fälle der letzten zehn Jahre ausgewertet. Und tatsächlich hat sich die Zahl der Verstöße in den ersten drei Quartalen 2018 bereits dramatisch erhöht. Bleibt die Frage: Gibt es mehr Banditen im Finanzbereich oder schaut die BaFin plötzlich genauer hin?

  • BaFin war mal wieder untätig »

    15 Millionen Euro für Kebap-Läden verbrannt

    27.09.2018 ▪ Zwei Absolventen der renommierten Otto Beisheim School of Management gründen ein Unternehmen in den USA, um dort den in Deutschland beliebten Döner salonfähig zu machen. Nach ein paar Jahren gibt es bereits 40 Läden davon und es sollten noch ganz viele dazukommen. Das für die Expansion nötige Geld lieferten deutsche Anleger. Abgesehen davon, dass das Unternehmen nun pleite ist, stellen sich wieder einmal die Fragen nach einem Systemproblem. Warum gibt es mehr Abzockermodelle als vielversprechende Anlagemöglichkeiten? Und warum tut niemand etwas dagegen?

  • Einige Crowd-Pleiten der letzten Wochen »

    Die Ausfälle werden mehr und niemanden interessiert‘s

    18.09.2018 ▪ Große Ziele haben sie alle. Manche wie Cringle, deren Bezahl-App den Bankenmarkt aufrollen sollte, wollten geradezu revolutionär sein. Notwendiges Kapital sammelten Crowd-Plattformen wie Companisto, Finnest, Kapilendo und Katrim bei Investoren. In den nachfolgenden Fällen dürfte das Geld nun verloren sein. Die Liste der Ausfälle ist die letzten Wochen um einige Firmen länger geworden.

  • Genugtuung und neue Ängste bei P&R »

    P&R-Gründer in U-Haft – Steuerprobleme eines Anlegers

    13.09.2018 ▪ Seit Wochen müssen die 54.000 Investoren von P&R reihenweise Hiobsbotschaften ertragen. Die aufgestaute Wut auf die Verantwortlichen ist mittlerweile gigantisch. Zumindest etwas gefühlte Gerechtigkeit erfahren sie nun durch die vorläufige Festnahme des P&R-Gründers. Andererseits kommt auch schon wieder eine neue Negativnachricht hinzu, die für richtig Ungemach sorgen kann: Das Finanzamt hat bei einem Anleger die bisherige Veranlagungspraxis zu dessen Nachteil geändert.

  • Wichtige Initiative »

    Neue Kampagnen-NGO im Finanzbereich

    13.09.2018 ▪ Dr. Gerhard Schick ist seit 2007 finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag und hat zuletzt als stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses gewirkt. Doch damit ist bald Schluss. Ende des Jahres wird der profilierte Finanzpolitiker sein Bundestagsmandat zu Gunsten einer neuen Initiative aufgeben. Bürgerbewegung Finanzwende e.V. lautet der Name des gemeinnützigen Vereins. Zehn Jahre nach der Pleite von Lehman-Brothers soll ein Zeichen gesetzt werden, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

  • Kleine Anfrage, große Blamage »

    Nach der P&R-Pleite stellt die BaFin Direktinvestments auf den Prüfstand

    12.09.2018 ▪ Zwischen den Zeilen sind die Antworten auf Kleine Anfragen an die Bundesregierung höchst spannend zu lesen. Auch wenn darin natürlich keine Schuldeingeständnisse zu lesen sind, so dürfte es für die parlamentarische Staatssekretärin Christine Lambrecht ziemlich peinlich gewesen sein, die von den Fachabteilungen vorformulierten Antworten zu unterschreiben. Die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen um den Abgeordneten Dr. Gerhard Schick hat die „Rolle der Finanzaufsicht im Rahmen der Insolvenz von P&R“ hinterfragt. Die noch nicht veröffentlichte Antwort des Bundesfinanzministeriums (Bundesdrucksache 19/3942) liegt investmentcheck schon vor.

  • Langjährige Insolvenzverschleppung bei P&R? »

    Investmentcheck hat die Gutachten der Verwalter eingesehen

    03.09.2018 ▪ Die Gutachten zur Eröffnung der Insolvenzverfahren im Fall P&R lesen sich wie das erste Kapitel von einem Krimi. Ob die Täter am Ende überführt werden, muss sich allerdings noch zeigen. Das Buch wird sehr lang, denn die Gutachten haben allein schon jeweils rund 130 Seiten. Viel Leid und etwas Hoffnung für die Anleger beschreiben die Insolvenzverwalter Michael Jaffé und Philip Heinke. Ein schnelles Ende wird es nicht geben, da die Insolvenzverwalter über eine Fortführung nachdenken.

  • Forderungsanmeldung könnte übervorteilen »

    P&R-Anleger sollten nicht einfach unterzeichnen

    16.08.2018 ▪ Eigentlich sollten alle Anleger Anfang August Post von den Insolvenzverwaltern der P&R-Gesellschaften erhalten. Still und heimlich hat sich diese Ankündigung allerdings nach hinten verschoben, ohne dass der Zeitraum zur Anmeldung von Forderungen bis 14. September 2018 verlängert worden wäre. Wer auch noch in Urlaub ist, für den drängt die Zeit. Kritik am Vorgehen der Insolvenzverwalter wird deshalb immer lauter. Nicht ohne Grund.

  • Anfechtungen in Millionenhöhe »

    Geprellte Anleger bei EN-Storage sollen erhaltene Gelder zurückzahlen

    06.08.2018 ▪ Im Mai 2017 wurde unter dem Aktenzeichen 6 IN 190/17 des Amtsgerichts Stuttgart das Insolvenzverfahren über die EN Storage GmbH eröffnet. Diese Firma hatte Kapitalanlagen angeboten, die zum Kauf von Daten-Speicher-Systemen verwendet werden sollten. Man würde „sinnvoll in die Wirtschaft“ investieren. Alles sei „lukrativ – planbar – erfolgreich“. 8,43 Prozent Rendite bei einer Laufzeit von drei Jahren lautete eines der Versprechen, mit dem über 80 Millionen Euro eingesammelt wurden. Doch wer dem glaubte, der hat nun nicht nur sein Geld verloren. Der Insolvenzverwalter fordert von Anlegern erhaltene Zahlungen in den vier Jahren vor Insolvenzeröffnung zurück.

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